Sei stolz

Wir alle kennen dieses Gefühl, dass das eigene Leben gerade gar nicht so toll ist. Meist denkt man dann, man sei der Einzige im Universum der gerade nichts gebacken bekommt,
Ich bin mir sicher kein einziger von Euch blickt zurück und denkt sich „meine letzten 3 Jahre waren super geil“ 😀 . Naja okay zumindest fast alle..
Wir Menschen neigen dazu die schlechten Zeiten in den Vordergrund zu stellen, denn negative Erfahrungen bleiben erwiesenermaßen länger im Gedächtnis.

Vorletztes Wochenende hatte ich 10 jähriges Abi-Treffen und mir war schon während der Abi-Zeit klar, dass ich dieses Event nicht missen möchte. Unsere Stufe hatte einen besonderen Zusammenhalt, ich kam erst spät hinzu und wurde super gut aufgenommen. Wir waren nur 47 und sehr sehr eng miteinander.

Auch wenn ich super happy war, dass mein Urlaub genehmigt wurde und ich tatsächlich dabei sein darf, schwangen negative Gedanken mit. Wir alle kennen ja diese kitschigen Hollywood-Filme und Serien, die die Angst vor solchen Veranstaltungen anfeuern. Und somit viele Menschen von solchen Veranstaltungen fern bleiben, mit der Angst, dass sein eigenes Leben so viel langweiliger ist als das der anderen und das man eigentlich im Endeffekt gar nichts in den 10 Jahren erreicht hat.
Auch Ich hatte solche Gedanken. Natürlich wusste ich, dass es kein Battle „Mein Haus, Mein Auto, Meine Yacht“- geben wird, dazu mochten wir uns alle viel zu sehr damals 😀 , aber wie gesagt: man redet sein Leben sich selbst schlecht.

Mit 20 hatte ich geplant in 10 Jahren einen tollen Job zu haben, verheiratet zu sein, Kinder zu haben. Eine perfekte kleine Familie. etc. Was man sich eben so ausmalt. So jung denkt man noch nicht daran dass das Leben manchmal andere Pläne mit einem hat.

Ich bin also auf dieses Treffen mit sehr viel Freunde aber auch sehr viel Stress gegangen. Was habe ich schließlich erreicht? 6 Jahre studiert um im Endeffekt Fenster in einem Hotel zum Mindestlohn zu putzen ( Ja: eigentlich bin ich Assistenz der Geschäftsleitung, aber das hindert meine Chefin nicht daran mir solche Aufgaben zu geben…). Kein Kind. Keine Heirat. Weit weg von Freunden und Familie. Manchmal glücklich. Manchmal ziemlich unglücklich. So sah ich mich und mein Leben vor zwei Wochen noch.

Und dann kam das große Treffen. Und plötzlich wird man mit Fragen bombardiert. „Bist du echt ausgewandert? Ich könnte das ja nicht“, „Was, du hast 2 Hektar Land? UND Hühner? Wie genial!“, „Sprichst du jetzt eigentlich auch fließend Französisch?“, „Wie du sprichst 3 Sprachen fließend?“.

Und ganz langsam schleicht sich so ein kleines Gefühl von Stolz in dein Herz. ❤
Ja stimmt. Ich spreche 3 Sprachen fließend, ja ich habe Hühner mit den ungelogen leckersten Eiern, ja ich bin ausgewandert und es braucht immer wieder super viel Mut und Kraft diese Reise zu gehen. Ja ich bin stärker dadurch geworden. Ich kenne mich und meine Schwächen und Stärken besser als viele andere das von sich behaupten können. Auswandern ist verdammt noch mal nicht easy und ich habe echt viele Herausforderungen gewuppt. Herausforderungen mit denen man im Normalen Leben nie konfrontiert wird.

Manchmal braucht es Freunde die einen kennen, aber die deine Alltagsschwierigkeiten und Wehwehchen nicht mitbekommen. Die dir durch ihre Fragen zeigen, dass du stolz drauf sein solltest was du erreicht hast, anstatt sich darüber zu ärgern was man nicht hat.

Sei stolz darauf dass du dein Studium abgebrochen hast und nun eine Ausbildung machst die dir Spaß macht, sei stolz drauf ein 2. Studium drauf zu setzen, sei stolz drauf dein Studium beendet zu haben, sei stolz über jede Hürde, die dir irgendwann mal gestellt wurde, drüber gestiegen zu sein.

Das ist das was ich aus diesem wundervollen Nachmittag/ Abend mitnehme.

Ich weiß einige dieser 47 lesen meinen Blog (Hallo Dennis 😀 ) und ich wollte mich einfach noch mal dafür bedanken wie toll es war, die meisten von Euch wieder zu sehen!
Ich freue mich für jeden Einzelnen von Euch was ihr in diesen 10 Jahren erreicht habt und bin happy euch alle in 5 Jahren ( ja wir fanden 10 Jahre sind zu lang) wieder zu sehen!

 

P.s:  „Manche Begegnungen sind wie Sterne die uns der Himmel schenkt, damit wir nicht vergessen wie schön das Leben ist.“

Bis bald,

Eure Franzi

 

Ein Zeichen.

„Ey stranges kleines Leben,
verläuft auf Seitenwegen.
Ich such die Mitte,
doch mein Glück liegt
meist daneben.
So selten Flugrakete,
bin mehr so Zugverspätung,
doch die Ernte kommt immer,
mann es ist gut gesät und
ich hab keinen Stress mit Warten,
geh auch durch schlechte Phasen,
ich bin geduldig und nehme zum
Schluss die besten Karten.
Und fällt der Jenga-Turm,
egal gibt eh Verlängerung,
Halt neuer Plan dann,
ey Leben ist Veränderung.

Egal was kommt,
es wird gut, sowieso,
Immer geht ne neue
Tür auf, irgendwo.
Auch wenn’s grad nicht
so läuft, wie gewohnt.
Egal, es wird gut, sowieso. “ (Mark Forster- Sowieso)

 

Mark Forster’s Song hat mir schon im Februar ziemlich den Spiegel vor die Nase gehalten. Ein Mut-Song, der mir etwas geholfen hat die blöden Gedanken durchzustehen. Und ja mir ging es 3 Monate auch wirklich sehr gut. Was daran lag dass ich mir Zeit gegeben habe bis zu meinem 30. Geburtstag. Nicht nachdenken, warten was kommt, welche Tür sich öffnet.

Nunja. Jetzt bin ich 30 und habe das Gefühl ich zerbreche innerlich.

Es hagelt Jobabsagen, für die ich super geeignet bin, die sogar unter meinem Niveau liegen und mich nicht sonderlich herausfordern würden. Woran es liegt? Wenn ich nachfrage kommen keine präzisen Antworten. Meine Bewerbung ist gut, jeder dem ich sie zeige findet sie toll. Also was ist es? Warum werde ich nicht einmal eingeladen zu einem Gespräch? Und dann kommt da noch diese Frage dazu: Wäre ich denn dann glücklicher hätte ich einen guten Job? Oder liegt es an etwas ganz anderem?

Ich habe das Gefühl ich stehe gerade an einer Kreuzung mit 2 Abzweigungen.

Ja ich gebe zu ich schaue nach Jobs in Deutschland und finde so viele Stellenanzeigen die mir gefallen, die mich herausfordern würden. Das macht das ganze Leben hier nicht einfacher. Noch habe ich mich für keine beworben, da es mich dadurch zu einer Entscheidung zwingen würde, würde ich eine Zusage bekommen.

Mein Kopf ist ein großes Wirrwarr. Einerseits liebe ich mein Leben hier, ich habe mir in den 3 Jahren ein Leben aufgebaut. Mit einem Haus im Nirgendwo, 2 Katzen, 2 Hühnern, einem super (kleinen aber feinen) Freundeskreis, vielen Bekannten. Und ich habe das französische Dorfleben echt lieben gelernt. Die Natur, die einfach unschlagbar toll ist, auch wenn es gefühlt seit 5 Monaten durchregnet, dafür ist es hier unfassbar grün! Mein Garten ist bepflanzt mit unzähligen Palmen und Blumen, die ich eigentlich vor hatte wachsen zu sehen.

Diese Weggabelung, die ich oben erwähnt habe sieht 2 Wege vor. Der eine ist der „einfachere“. Bleiben, sich mit der Situation arrangieren, Familie gründen und hoffen dass der richtige Job schon irgendwann vorbei zwitschert und sich dadurch auch unsere Differenzen in Luft auflösen. Der andere würde bedeuten, zurück nach Deutschland, Neuanfang ?, keine Familiengründung, die neuen Freunde, tolle Natur  und das doch geliebte Leben hier verlassen, auf die Karriere konzentrieren, aber auch wieder näher bei meiner Familie und den alten Freunden sein.

In meinem Kopf herrscht Chaos. Ich warte auf ein Zeichen, ein Zeichen des Schicksals, welches mir die Entscheidung erleichtern würde. Und jedesmal wenn ein Zeichen kommt, warte ich auf das Nächste.

Was passiert wenn in 5 Jahren die Differenzen einfach unüberbrückbar sind, wenn wir es nicht schaffen zusammen glücklich zu werden? Oder was passiert wenn ich in Deutschland bin und merke dass ich mein Leben hier in Frankreich zu sehr vermisse?

Ich habe Angst eine Entscheidung zu treffen, weiß jedoch sie muss getroffen werden. Für meinen Seelenfrieden. Wann es so sein wird, weiß ich nicht. Ich hoffe noch auf ein kleines Wunder oder einen Tritt in den Po, den ich mir ehrlicherweise nur selbst geben kann.

Ich werde versuchen ende Mai für 2 Wochen nach Deutschland zu fliegen. Auf Abstand und vielleicht auch auf einen Wink des Schicksals hoffen.

 

Gehabt es wohl und happy erster Mai!

Eure Franzi

 

Warum?

Zu meinem letzten Post habe ich sehr viele Kommentare bekommen per mail, per Textmessage, über Facebook und auch am Telefon. Die Reaktionen waren nicht immer positiv, vor allem meine Familie fand es zu persönlich. Aber die Tatsache, dass ich so viele Nachrichten bekommen habe von Freunden und auch Unbekannten, die in der gleichen Situation stecken und Angst haben ihre Probleme auszusprechen, hat mich darin bestätigt, dass man öfter mal ehrlich im unbekannten Web sein sollte, denn manchmal kann es anderen helfen!! Danke für euer ehrliches Feedback ❤ .

Wir leben in einer Gesellschaft, die Druck macht, vor allem auf Frauen (das gleiche gilt jedoch oft auch für Männer). Mit 28 wird geheiratet, mit 30 sollte man dringend schon schwanger sein, denn die innere Uhr tickt, jedoch gleichzeitig DEN Job haben und Karriere machen. Dieses falsche Weltbild führt dazu dass wir Druck bekommen und unser Leben und uns selbst in Frage stellen. Ganz ehrlich, ich stand unter diesem Druck als ich den letzten Blogpost geschrieben habe.

Ich war wirklich am Zweifeln, ob die Entscheidung hier her auszuwandern die richtige war. Habe mir ausgemalt wie es gewesen wäre, wenn ich in Deutschland geblieben wäre und vor allem (und das war der Knackpunkt) Gedanken darüber gemacht, dass ich gefühlt alles für unsere Beziehung mache und er rein gar nicht auf mich zu kommt. Genau diesen Satz habe ich auch von vielen meiner Freunde schon gehört, was es nicht besser gemacht hat.

Ihr seht also, ich war in einer depressiven Phase und kannte den Ausweg einfach nicht.

Als hätte meine Mama das geahnt, hat sie relativ spontan sich eine Woche frei genommen und ist zu mir nach Süd-West Frankreich gekommen. Und das war genau DIE Hilfe die ich gebraucht habe. Wir hatten eine super tolle , wenn auch recht nasse 😉 Woche zusammen und konnten viel über meine Probleme reden. ( Wer meine Mama nicht kennt: sie ist eine ziemlich tolle Ratgeberin, nicht nur beruflich bedingt)

Sie hat mir gleich schon am ersten Abend klar gemacht, dass ich alles was ich seit meiner Auswanderung mache FÜR MICH mache. Meinem Partner vorzuwerfen dass er nichts gibt und ich ALLES aufgegeben habe für UNS oder für IHN, sei nicht korrekt, denn er hat von Anfang an klar gemacht, dass er hier nicht weggehen wird, sein Dorf und Familie nicht verlassen wird und ich habe mich darauf eingelassen. ICH bin für diese Situation verantwortlich, denn ICH habe die Entscheidung getroffen hier zu leben. Und diese Feststellung, dass ich ihm eigentlich gar nichts vorwerfen kann, sondern dass ich diese Auswanderung für MICH gemacht habe, hat bei mir sofort einen Schalter umgelegt.

Seitdem sie mir klar gemacht hat, dass ich alle meine Entscheidungen für MEIN Wohl getroffen habe, geht es mir besser, ich kann sogar sagen es geht mir GUT und ich konnte mit dieser Sichtweise sogar schon einer anderen Freundin in einer vergleichbaren Situation helfen. Ganz vielleicht hilft auch dem ein oder anderen von euch dies.

Klar hat sich meine Situation hier seit Januar nicht verändert, ich arbeite immer noch in diesem blöden Hotel, mit schlechten Arbeitsbedingungen, Heirat und Kinder liegen immer noch in weiter Ferne und auch die innere Uhr tickt weiterhin. Aber ich sehe alles nicht mehr so Ernst. Ich bewerbe mich für neue Jobs, halte die Ohren offen und habe sogar eine Möglichkeit gefunden mich auf meinen 30. Geburtstag zu freuen 😀 .

DSC_0073 6Zudem bilde ich mich jetzt wieder weiter, nicht offiziell sondern ganz inoffiziell für mich selbst. Seit einer Woche bin ich bei einem Online Spanischkurs an der Uni Valencia und bei einem OnlineKurs der Uni Berkeley eingeschrieben mit dem Thema „Science of Happiness“- das Thema interessiert mich schon sehr lange und ist ein ständiger Begleiter in meinem Leben. Das Abschlussprojekt meines Kunstpädagogik Bachelors handelt davon und auch sonst gab es viele Seminare im Bachelor- und Masterstudium in denen Glück und Freude Thema waren. Emotionen sind wichtige Bestandteile in der Kunst und im Theater! (und auch in meinem Leben) –

Der Gedanke an meinen 30. Geburtstag macht mir nun nicht mehr Angst, (ich möchte ihn zwar immer noch nicht riesig, mit vielen Leuten feiern, und auch eine Überraschungsparty würde ich sofort wieder verlassen, mein absoluter Ernst 😀 ), denn ich werde tatsächlich MEINEN 30. GEBURTSTAG in London verbringen, mit Notting Hill, fancy Coffee stores, Afternoon Tea und Musical mit Prinz und meinen 2 Kindergarten Freundinnen. Ich habe einen meiner Geburtstage schon einmal im Ausland gefeiert und es war einer der besten meines Lebens 🙂 (Rom mit 2 wundervollen Ladys  ❤ ), vielleicht wird das nun also MEIN DING. Hauptstadt- Geburtstage. Klingt gut.

 

In diesem Sinne, gehabt es Wohl und wir sehen uns im nächsten Jahrzehnt meines Lebens wieder!

Eure Franzi

 

 

 

 

 

 

 

Pomme au four à la Franzi

(ENGLISH BELOW)

Okay ich gebe es zu: Rezepte und ich, wir sind keine Freunde. Ich gehöre eher zu der Kategorie „schütten wir mal drauf los und schauen was bei raus kommt“ 😀

Natürlich schaue ich schon auch nach Rezepten, aber ich halte mich generell nie dran! Einer der wichtigsten Gründe warum ist tatsächlich, dass ich die Zutaten nicht zu hause habe und mir dann überlege was ich damit ersetzen könnte. 😉

So auch bei meinem geliebten Bratapfel. Normalerweise gehört in einen traditionellen Bratapfel Mandeln hinein. Tja- hatte ich nicht da.. was ich da hatte: Walnüsse! Rosinen? Ach lass ich draussen, Vanille/Milchsoße?- Hab keine Vanille und es schmeckt mir auch nicht; aber ooh da steht noch ein Joghurt, nehmen wir doch den!

GANZ.GENAU.SO. ist es bei mir abgelaufen und ganz ehrlich: MAN WAR DAS LECKER!

So lecker dass ich im Endeffekt mich 3 mal schon an mein EIGENES Rezept gehalten habe 😀

Und nun genug gelabert, hier ist das Rezept:

 

Bratapfel à la Franzi:

2 Äpfel

80g Marmelade (ich hatte noch Aprikosenmarmelade zuhause)

ca 80g Walnüsse (oder eben so viel wie eben in einen Apfel passt 😀 , shame on me: hab es nicht gewogen! ) Marmelade und Walnüsse müssen in etwa die gleiche Menge haben!

(Falls ihr kein Fan von Walnüssen seid, gehen auch alle anderen Sorten!)

eine Prise Zimt

Butter/Magarine

1 oder 2 Früchtejoghurt (zufälligerweise lag da noch ein Aprikosenjoghurt, der perfekt zur Marmelade gepasst hat)

Eine Muffinform

 

Wenn ihr keine schon geraspelten Walnüsse habt, dann eine handvoll ab in den Mixer und klein hacken lassen. Die geraspelten Nüsse in einer Schüssel mit der Marmelade und der Prise Zimt mischen.

Die Äpfel in der Mitte aushöhlen, so das ihr kein Kerngehäuse mehr habt und dann das Nuss/Marmelade-Gemisch mit einem Kochlöffelstiel in die Öffnung stopfen.

Die Form einfetten, die Äpfel in die Muffinform setzen und oben drauf noch einen Klecks Butter setzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Gas: Stufe 3 , Umluft 175 °C) ca. 25 Min. backen.

In ein Schälchen könnt ihr den Joghurt schon einmal hineingießen und dann den noch warmen Apfel drauf setzen und GENIESSEN!

 

Mein Geheimtipp: einen Klecks Nutella oben drauf setzen :-D. PSSSST! 😀

 

Bin gespannt ob es jemand nach backt,

lasst es mich wissen 🙂

 

ENGLISH VERSION:

Okay I admit it: recipes and me, we are not really friends. I belong to the category “ let’s pour it together and then we see what happens“ 😀

Of course, I’m reading recipes, but I never keep track! One of the main reasons why is actually that I do not have the ingredients at home, so i have to think about with what I could replace it with. 😉

 

This is what happened with my beloved baked apple. Normally, almonds are part of a traditional baked apple. And normally i do have almonds in my house, but not on this evening – .. what I had there: walnuts! I also need Raisins? -Oh, what the heck.. we don’t need that, do we?   Vanilla / milk sauce? – I don’t have vanilla and I don’t like it; but ooh there is still a yogurt, let’s take that!

It happened EXACTLY LIKE THAT and quite honestly: MAN IT WAS DELICIOUS!

So delicious that in the end i used my very OWN recipe without changes 😀

And now enough talking, here’s the recipe:

Baked Apple /Pomme au four à la Franzi

2 apples

80g jam (I still had apricot jam at home)

about 80g walnuts (or just as much as it fits in an apple :-D, shame on me: I did not weigh it!) Jam and walnuts must have about the same amount!

(If you are not a fan of walnuts, try some other varieties!)

a pinch of cinnamon

Butter / margarine

1 or 2 fruit yoghurt (coincidentally there was still an apricot yoghurt that worked perfectly with the jam)

A muffin shape

 

If you don’t have chopped walnuts, then put a handful in the mixer and chop it small. Mix the nuts in a bowl with the jam and the pinch of cinnamon.

Hollow out the apples in the middle, so that you have no central core anymore and then stuff the nut / jam mixture with a wooden spoon into the hole.

Grease the mold, place the apples in the muffin tin and add a bit of butter on top. Bake in a preheated oven at 200 ° C (gas: stage 3, circulating air 175 ° C) for approx. 25 min.

You can pour the yoghurt into a bowl and then put the warm apple on it and ENJOY!

 

My insider tip: put a tiny bit of Nutella on top of it :-D. Shhh! 😀

Let me know if you baked it!

xxx  Franzi

 

Franzosen-Weihnachts-Update

Wow, und schon sind wieder fast 3 Monate vorbei seit meinem letzten Post.

Falls es euch interessiert, gebe ich euch ein paar Neuigkeiten aus meinem Auswanderer-Leben in Frankreich:

Seit Ende Mai arbeite ich halbtags in einem Hotel, und wie ihr durch einen anderen Blogeintrag sicher euch noch erinnert, ist die Hotelwelt so gar nicht meine. Eigentlich wäre alles okay, wenn meine Chefin nicht so schlimm wäre. Ich arbeite nur jedes 2. Wochenende, aber dieses eben durchgängig von Freitag Mittags bis Sonntag Abends.Das ist alles nicht so ganz legal, vor allem da in meinem Vertrag andere Stunden aufgelistet sind 😉 ) und so ist auch bei weiteren Dingen einiges nicht ganz in Ordnung. Ich sage nur Stunden unterschlagen, mit Kündigung drohen wenn sie nicht mehr besser argumentieren kann, Arbeit machen die nicht im Vertrag vereinbart wurden etc.

Die Liste kann ich noch ein wenig fortführen, aber nun ja, ich wusste ja irgendwie auf was ich mich einlasse. Ich habe für mich eben anfangs das Gute daran gesehen: das ich nur 7 Tage im Monat arbeiten muss und die restlichen Tage Zeit habe meine Theaterkurse aufzuziehen zum Beispiel.

Das sah auch alles recht gut aus. Ich wurde sehr spontan von 2 Associations „angestellt“ um Theaterkurse für Erwachsene zu geben, nur war dies leider etwas ZU spontan (Anfang Oktober) für die Teilnehmer. Weshalb beide Kurse zu wenig Teilnehmer hatten. Wäre alles nicht so blöd, hätte ich nicht meine Selbstständigkeit in die Wege geleitet. Da ich nun aber wahrscheinlich bis Juni keine Theaterkurse geben werden kann ( Franzosen planen ihr Jahr im August, weshalb die Menschen im Oktober schon komplett verplant sind) , muss ich nun alles wieder in den Boden stampfen und gehe leider aus dem Ganzen mit Miesen raus. Aber dazu gelernt habe ich trotzdem und das ist was zählt! 🙂

Ich weiß zum Beispiel nun, dass Franzosen im August sich für Projekte und Hobbys umschauen, generell immer sich für viel zu viel anmelden, herum prahlen wie viel sie doch unter der Woche an Hobbys und Projekten haben und im Endeffekt zu Hause sitzen, und nur ab und an sich sehen lassen.  😀

Das ist so glaube ich das Wichtigste was ich in den letzten 3 Monaten gelernt habe!!

Natürlich kenne ich nun auch die Schritte und Hürden um sich selbstständig zu machen und werde nun auch lernen was alles auf einen zukommt wenn man alles wieder rückgängig machen wird. #mirgrautesschondavor #französischeBürokratieforthewin

Jetzt im Dezember habe ich aus diversen oben genannten Gründen 4 Wochen bezahlten Urlaub, der kein Urlaub ist…nennen wir es bezahltes „frei-haben“. Erst über Silvester muss ich wieder arbeiten und schaue mich schon fleißig nach neuen Jobs um und überlege auch vielleicht doch meinen Suchkreis nach Toulouse oder Bordeaux auszuweiten. Ich merke sehr wie sehr mir ein Job fehlt, der mir Spaß macht. Ich möchte wieder mit Spaß in die Arbeit gehen und auch etwas bewegen können.

Aber jetzt erstmal das Positive sehen: 4 Wochen bezahlter Urlaub und das im Dezember ❤ Der schönste Monat im Jahr.

Es steht viel an in den nächsten 4 Wochen:

+ Ich bin schon kräftig dabei mein Haus in Lichter zu hüllen und ein paar Doityourself- Projekte zu dokumentieren, damit ihr auch etwas davon habt.

+ Ab morgen beginnt die Weihnachtssaison auch in #Pau und wenn ihr wollt, nehme ich euch mit. 🙂 In der Hoffnung, es ist diesmal weniger bunt und mehr besinnlich (Man kann ja noch hoffen 😉 )

+ und ein Wochenend-WeihnachtsTrip nach Berlin steht auch noch an ❤

Ich bin mir sicher, das wird wieder mal ein toller Dezember.

Habt ihr denn für Dezember auch so viele Pläne? Wie verbringt ihr die Adventszeit? Habt ihr schon euren Adventskranz? Erzählt mal!

Habt es wohlig und gemütlich,

 

Eure Franzi @chubbycupcake

 

 

 

THE END of THE event

A new photo of the week:

Ein neues Image de la Woche: Entstanden Sonntagnacht beim alljährlichen „Rausputzen“ der Dorfbar nach dem Kerwe-wochenende!

Eine Art Bodyslide – Bauchplatscherrutsche- bevor die Dorfbar schließt!

DSC_3163

copyright @chubbycupcakesfairytales

DIY – Hühnerstall

„ICH SICHERLICH NICHT“- genau das wäre meine Antwort darauf gewesen, wenn mich vor 3 Jahren jemand gefragt hätte ob ich mir vorstellen kann Hühner zu besitzen. 😀

Aber ich glaube die Landluft hier tut mir eindeutig nicht gut, vielleicht war mir auch einfach zu langweilig? Man weiß es nicht. Aber vor ein paar Monaten kam ich auf die Idee mir meinen eigenen Hühnerstall zu bauen. Ganz vielleicht waren auch die Nachbarn schuld die immer wieder frische Eier hatten und vielleicht auch, dass ich ganz oft backen wollte und keine Eier im Haus waren . 😉

Wie ihr vielleicht wisst, liebe ich Do- It- Yourself Projekte und hatte meine ganz eigene Idee eines Hühnerstalles schon im Kopf. Pinterest hat mir jedoch noch einige Ideen dazu geliefert.

Als meine Kindergarten Freundin davon Wind bekommen hat, war klar: Gebaut wird wenn sie da ist. Nur den Plan konnte ich mir vorher schon überlegen. Also plante, überlegte und zeichnete ich. Der Mann war übrigens so gar nicht happy über meine Pläne und es dauerte lang bis ich ihn endlich dazu überreden konnte. DSC_1693.JPG

 

Die Bedingung war jedoch: Ich muss mir das alles selbst zusammen bauen und er wird mir dabei nicht helfen. Nichts leichter als das ! Und ich glaube er hat nicht mit so viel Power gerechnet 😉

Angekommen in Frankreich , ging es auch gleich los mit dem Auseinanderlegen des Schrankes. Ja ihr habt richtig gelesen meine Idee war: Ein Hühnerstall in einem Schrank!

In unserer Garage türmen sich Schränke und Regale von Omas und Urtanten, es war also gar nicht schwer einen geeigneten Schrank zu finden.

schrank

Dieser fesche Schrank sollte es werden. Bei dieser Momentaufnahme mit Schwiegervaterspiegelbild, war uns noch nicht bewusst dass dieses Exemplar feinstest, überlackiertes und schon verbautes Schwedenholz ist.  #yayme

Wer Ikea kennt, weiß dass man es immer nur einmal aufbaut!

 

  1. Der Plan war erstellt und nun ging es ans werkeln: Alle Türen abnehmen, Gläser und Böden ausheben, Schrauben und alles was spitz ist herausholen.
  2. Einkaufen gehen! Mit Twingo und Freundin ging es in den nächsten Baumarkt um alle nötigen Dinge einzukaufen:

– Spanplatten, Dach, Säge, Außenfarbe, ein Plastikgefäß, Pinsel, Abklebeband, Abschleifpapier, Maschendrahtzaun, 11 x 2m Holzspieße, 35kg Sand, Türschaniere und eine Tackermaschine . ( im Endeffekt ist ein Hühnerstall von Amazon billiger, aber man ist danach nur halb so stolz 😉 )

und ja: Es hat ALLES in den Twingo gepasst, auch wenn wir danach mit halb offenem Kofferraum fahren mussten 😀

3. Dann ging es weiter mit werkeln: Ein Loch in die Wand schlagen um einen Durchgang zu gewähren. Die andere Wand komplett rausnehmen (und zack hatten wir ein Loch in der Rückwand :-/ , welches wir später mit Holzplatten von hinten und vorne wieder geschlossen haben).

Ganz vielleicht erkennt man hier schon wie es später aussehen soll. Links das Nest und Rechts  Futternapf, Schlafstange und Trinkbehälter.

4. Die Schlafstange mussten wir, wie die Holzbretter für das Loch zurecht sägen und dann war die Idee sie von außen anzunageln. Leider hatten wir immense Schwierigkeiten von hinten durch das Holz zu kommen. Das lag daran, dass der Vorbesitzer hinten schon eine neue Holzplatte zur Hälfte?!? drangenagelt hat. Wir vermuten es ist „STEINHOLZ“ 😀 , denn keiner von uns beiden hatte Erfolg einen Nagel durchzuhauen.

Deshalb haben wir uns eine Konstruktion mit selbstgebastelten Winkeln zusammen gebaut und tatsächlich: es sitzt!

5. Da jedoch vorne durch die fehlende Glastür ein zu großes Loch entstanden ist, mussten wir wieder eine Holzplatte (dick genug) dran nageln. Also Platte zurechtschneiden, einklemmen und dann vom Dach und vom Boden aus Nägel hineinjagen, damit es auch gut hält.

7. Diese Arbeit hat uns einen dreiviertel Tag gekostet und wir konnten endlich zum guten Teil übergehen: dem Anmalen 😀

Da es der letzte Tag von meiner Freundin in Frankreich war, wollten wir so viel wie möglich zusammen schaffen, also haben wir uns an das Außengehege gemacht.

hammer.png

6. Mit Spezialwerkzeug ( Haken eines Traktors) wurden tiefe Löcher in die Wiese geschlagen und dann mit einem großen Gummihammer die 2m Holzspieße in den Boden gehämmert. Gar nicht so leicht, aber mit Hilfe des Mannes (ja ihr lest richtig 😉 ) waren nach 2h alle 11 Spieße im Boden und wir ziemlich K.O

 

Für meine Freundin war das basteln zu Ende, aber für mich lag noch viel Arbeit davor.

7. Am nächsten Tag wurde mit Hilfe des Mannes ( er hatte Angst dass ich weiß Gott was anstelle mit der Tackermaschine) der Maschendraht an den Stall getackert ( ein Fenster muss sein für die Luftzirkulation)  und dann ringsum die Holzspieße. Dieser Tacker für 25 Euro war das Beste was ich hätte kaufen können, nach einer halben Stunde war der Zaun dran!

8. Eine Tür musste nun her, also habe ich mit allem was ich so in der Garage gefunden habe eine Tür zusammen gehämmert und mit Maschendraht betackert. Bin ganz schön stolz auf meine Konstruktion!!

Anschließend wurden die Schaniere an die Tür und Holzspieße genagelt und das Grundgerüst stand!

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9. Da der Zaun leider nicht hoch genug war, ich jedoch nicht noch mal 60 Euro ausgeben wollte, habe ich mir Draht gekauft und ihn 3 mal um das Gerüst gefädelt, hoffe mal es ist nun hoch genug.

10. Bei Pinterest habe ich gesehen wie man Sandbäder herstellen kann, also kurzer Hand den nächst besten Reifen genommen, den ich auf der Straße gefunden habe und mit Sand befüllt.DSC_2123

11. Leider steht mein  Hühnerstall zwar windgeschützt, aber leider nicht schattig, deshalb habe ich aus 2 Holzplatten noch einen Unterschlupf gebaut und angemalt.

12. Jetzt noch Stroh ins Nest legen, Streu im Schrank verteilen, Futternapf voll machen und aufhängen und die Hühner können kommen!

13. Wer hätte gedacht dass der letzte Schritt der schwierigste wird? Hühner im Sommer zu bekommen, ist gar nicht so leicht. Und im Endeffekt habe ich 2 Wochen lang gesucht und bin doch fündig geworden im Nachbardorf. Darf ich vorstellen:

Lorelai und Rory

2 „Grünleger“ Junghennen, die hoffentlich bald anfangen Eier zu legen! Und zwar diese hier:20170704_190753

 

P.s.: Um das ganze noch etwas zu verschönern (und auch um den Fuchs nachts nicht um uns zu haben) wurden noch 2 Solarlichterketten angebracht 😀 – ich wäre ja dafür bald mal ein Candle Light Dinner im Hühnerstall zu veranstalten 😉

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Ich bin ziemlich stolz auf meinen Hühnerstall , dessen Schönheit sich so schnell rumgesprochen hat, das Leute die ich nicht kenne vorbeikommen um ihn sich anzuschauen 😀 .

Und während ich mir das so anschaue, schwirrt mir schon ein neues DIY Projekt vor: eine Feuerstelle ❤

Over and Out,

 

eure Franzi 🙂

 

Seelenstrip

Glücklich sein. Was bedeutet das für mich? Diese Frage stelle ich mir seit meiner Auswanderung sehr sehr häufig.

So viele Hürden habe ich in den Weg gestellt bekommen. Seit 2 Jahren und 2 Monaten kämpfe ich mehr oder weniger darum endlich glücklich zu sein. Ab und an konnte ich für ein paar Millisekunden auch sagen: Jetzt gerade in dem Moment bin ich glücklich. Aber nur ein paar Millisekunden weiter kam das Leben wieder dazwischen.

Am unglücklisten hat mich wohl die Arbeitssuche gemacht und nicht wie man vielleicht denken kann das Heimweh. Klar hatte und habe ich Heimweh, aber durch die kostenlose Festnetztelefoniererei,  Internet, Emails, Skype und vor allen Dingen meiner Familien- Whatsapp- Gruppe fühle ich mich meiner Heimat doch immer noch sehr nahe.

Wie sehr mich diese ständigen Absagen und Existenzängste (wenn man von 400 Euro Arbeitslosengeld leben muss, das Ende Juni ausgelaufen wäre, dann sind das sehr wohl Existenzängste!) runter gezogen haben, wurde mir erst klar als meine Freundin mich besucht hat und wir an einem Abend mit einem Glas Wein auf der Terrasse saßen. Diese Leichtigkeit die ich plötzlich gefühlt habe (nein es lag nicht am Wein 😉 ) die kannte ich so gar nicht. Klar habe ich ab und an mal ein Glas Wein mit Freunden und Familie getrunken, aber mir war nicht klar, dass ich all diese Momente gar nicht richtig genossen habe. All diese Zeit stand ich unter Druck.

„Endlich einen Job finden. Das kann ja nicht so schwer sein. Warum sitze ich jetzt hier, genauso gut könnte ich jetzt weiter nach Jobs suchen. Warum mag dich denn niemand einstellen? Waren meine 6 Jahre Studium nichts wert? Warum habe ich einen Master überhaupt drauf gesetzt? Was bin ich überhaupt noch wert? Muss ich nun doch wirklich zurück nach Deutschland? Ist mein Traum vom Auswandern echt geplatzt? ….“

Wenn man sich das so durchliest, merkt man vielleicht den Druck den ich hatte. Unvorstellbar wie ich das 2 Jahre lang mit mir rumgeschleppt habe.

Und dann ganz plötzlich, mit einem Glas korsischen Wein in der Hand, auf der einen Seite die Kindergarten-Freundin, auf der anderen der Herzmann, wird mir plötzlich ganz leicht ums Herz, so als wären alle Probleme auf einen Schlag abgefallen. Ich hatte das Gefühl: Diesen Moment habe ich verdient, ich muss keinem Rechenschaft schulden, warum ich den Moment genieße, ich kann einfach nur SEIN. Ich kann dieses Gefühl überhaupt nicht beschreiben, aber ich denke ich kann sagen: Ich war – Ich bin glücklich.

Die Arbeitssuche ist erst mal beendet. Ich habe einen Job in einem Hotel gefunden, bei dem ich nur jedes 2. Wochenende arbeiten muss. Zwar von Freitagmittag bis Sonntagabend durchgehend, aber ich habe dann ja wieder 2 Wochen Pause davon 😉 . Dieser Job sichert mir/uns unser Grundeinkommen. Jetzt kann ich endlich mich auf meine Theaterprojekte fokussieren und mir doch ein 2. Standbein aufbauen. Viel Arbeit liegt noch vor mir, aber diese Arbeit wird mir sicherlich Spaß machen!

Leider sind auf dem Weg zum Glücklich sein immer noch ein paar Baustellen stehen geblieben. Diese Baustellen passieren, wenn man mit der Existenzangst zu kämpfen hat und manche von ihnen sind denke ich nicht mehr zu retten. Das passiert und ich denke ich muss nach vorne schauen, schauen wer mir in diesen 2 Jahren ganz ernsthaft und aufopfernd zur Seite stand, wer meine Situation und mein Gefühlsleben wirklich verstanden hat. Denn genau diese Menschen sind es wert dass ich mein Glück mit ihnen teile 🙂 .

Seitdem ich den neuen Job habe, habe ich wieder Lust zu leben, mal Essen zu gehen mit Freunden, das Babysitten wieder als etwas wertvolles zu sehen und neue Projekte ,wie zb ein Büro in meinen Vorstellungen einrichten, voranzutreiben.

Eines der größten Projekte ist zur Zeit mein eigener Hühnerstall. Bis auf ein paar Kleinigkeiten und die Hühner fehlt sonst nichts mehr und ganz vielleicht Ende dieser Woche ist alles startklar und die Hühner dürfen einziehen. Ich habe den Hühnerstallbau bildlich festgehalten und werde mich demnächst an das DIY für euch setzen 🙂 .

So. Das war es erstmal wieder mit dem Seelenstriptease.

Was mich jetzt noch interessieren würde:

Seid ihr glücklich? Wie definiert ihr Glücklich sein?

Schreibt mir das gerne in die Kommentare 🙂

Ich hoffe es geht euch gut,

eure Franzi ❤

 

 

A love letter to the ocean

„En suenos la marejada tira di mi corazons“- Rafael Alberti

Vor 2 Wochen ging es spontan mit einer Freundin für einen Tag an den Atlantik. Mit Picnic und Kamera im Gepäck, haben wir es uns gut gehen und all die Sorgen aus dem Kopf wehen lassen.

Dieses Bild entstand am Eingangsportal von Saint Jean de Luz.

DSC_1614.JPG

Es ist ein Ausschnitt aus einem Gedicht über das Meer von Rafael Alberti.

Und wenn ich es richtig übersetze heißt es so viel wie : In den Träumen zieht die Flut an meinem Herzen.

Finde das passt ❤  Auf zu neuen Herausforderungen.

 

Eure Franzi

@chubbycupcake

 

Hallo und Tschüss

20.33h sagt die Uhr und ich bin schon bereit ins Bett zu gehen.

„Waaaaaaaaaas?“ – höre ich meine Mama gerade rufen in Gedanken 😀 . Ja Ja Mutti, deine Tochter geht jetzt schon um spätestens 22 Uhr ins Bett. Aber Mutti weiß natürlich auch warum. Nur der Rest von euch sicherlich nicht.

Mir wurde – durch Vitamin B natürlich, wie soll es anders sein- ein Job angeboten für ganze 13 Tage mit Aussicht auf eine Vertretungsstelle einer Schwangeren. Und jetzt haltet euch fest: in einem 5 Sterne Hotel.

Mir war von vorne herein schon klar, dass das Hotelbusiness nicht einfach wird. Habe ja in meinen jungen Jahren schon sehr viel Erfahrung sammeln können in der Hotellerie, schließlich hatte ich damals im wahrsten Sinne des Wortes den Vertrag zum dualen Hotelmanagement-Studium schon in der Hand.

Nur ist dies nun eben ganze 10 Jahre her und die Erinnerungen sind verblasst. Ich habe mich gefreut endlich ein bisschen Geld verdienen zu können, auch wenn die Einstellung recht spontan passierte, sozusagen nach dem Telefonat direkt am nächsten Morgen um sieben. Leider wurde mir jedoch schnell (am nächsten Tag) bewusst, wieso ich damals mich gegen das Hotelmanagement und für das Theater entschieden habe: Es ist einfach nicht meine Welt.

Ich liebe es Menschen zu beherbergen, ihnen zu helfen und dabei auch nett zu sein. Aber ein 5 Sterne Hotel ist eben kein kleiner Familienbetrieb. In einem so großen Hotel herrscht Stress, und wo Stress ist, gibt es auch echt viele wütende, aufgebrachte und nicht nette Menschen. Hinten schlagen sie sich die Köpfe ein, und Vorne  herrscht Friede Freude Eierkuchen. (Klar gibt es solche Momente auch in der Theaterarbeit, aber spätestens mit der Premierenfeier wird das wieder aus der Welt getrunken 😉 )

Warum ich genau jetzt eingestellt wurde, bleibt mir nach nun 10 Tagen Arbeit immer noch ein Rätsel. Wir hatten/haben hier nämlich Grand Prix- ein Autorennen wie in Monaco, nur dass bei uns die Formel 3 und 4 ausgetragen wird. 2 Wochenenden ausgebuchtes Haus durch Piloten, wichtige Menschen des Rennfahrersports, noch wichtigeren Menschen und deren Chefs, und zusätzlich all den „normalen“ Businessgästen die sich sonst auch dort herumtreiben. Und dann mittendrin, ganz verloren: ICH.

Ich, die zwar als Zimmermädchen, Hostess und im Service gearbeitet hat, jedoch noch nie auch nur ansatzweise eine Rezeption von hinten gesehen hatte und komplett ohne Einarbeitung- denn mein Kollege war mit mir eingeteilt- also allein. Schön wenn man dann auch noch erfährt dass anscheinend keiner von der „Neueinstellung“ wusste und und und.. wenn ich jetzt all das was ich erlebt habe aufschreiben würde, müsste ich leider erst um 23h ins Bett und das geht leider so gar nicht. 😀

Lasst es mich auf das wesentliche herunterschrauben: 8 Jahre lang habe ich mich für eine Welt begeistert, die für Toleranz, Gemeinschaft, Gleichberechtigung und viele weitere tolle Werte steht und gleichzeitig habe ich durch meine Arbeit im Theater, fürs Theater und mit dem Theater auch für diese Werte gekämpft.

Mit nur einem Schritt in dieses Hotel betritt man eine andere Welt. Eine Welt die im 18./19.Jhd stehen geblieben zu sein scheint. In der man als Frau nicht das Gepäck hoch tragen darf, in der „doch bitte darauf geachtet wird kein „Ok“ mehr im Sprachgebrauch zu benutzen- das sei nicht angebracht“ und die Werte wie Toleranz und Gemeinschaft ein Fremdwort sind. Ich als die „Neue“ wurde ausgegrenzt, angepflaumt, mir wurden Fehler, die ich gemacht habe, (an meinem 2. Tag ohne wirkliche Einarbeitung) vorgeworfen, andere Fehler die ich nicht begangen habe untergeschoben und es wurden Witze auf meine Kosten gerissen. “ Oh Nein jetzt ist der Bildschirm auch noch kaputt- was hast du denn jetzt schon wieder falsch gemacht“. Anfangs noch lustig werden diese Witze irgendwann zu Mobbing. Sie tun weh, schließlich will man doch alles richtig machen in seinem neuen Job. Vom Umgang zwischen Direktor und seinen „Untertanen“ will ich gar nicht erst anfangen zu reden.

Anscheinend arbeite ich nun gut, und meine Qualität als deutsch – und „sehr gut“ englisch Sprechende hat wohl seinen Rest dazugegeben, ich wurde nämlich in den Dienstplan weiter eingetragen. Und wisst ihr was? Ich möchte dort nicht bleiben.

Klar werden manche von euch sagen: Wenn man Geld will muss man eben arbeiten, auch wenn es einem nicht gefällt. Aber ganz ehrlich. Ich mochte meine Welt mit den vielen tollen Werten sehr viel lieber als die, die sie mit Füßen tritt.

Ich suche weiter nach Arbeit und habe hoffentlich am Montag das Glück einen Job mit zwar weniger Geld, aber mehr Freude am Leben zu bekommen. Einen Job in einem 2 Sterne – Hotel, jedoch „Halbtags“( auf 2 Wochenenden im Monat verteilt) , ohne Kollegen und mit ganz viel Zeit mein eigenes kleines Theaterimporium mir nebenher aufbauen zu können.

Drückt mir die Daumen und nun gute Nacht (21.30h), der Wecker klingelt um 5Uhr.

Eure

Chubbycupcake