DIY – Hühnerstall

„ICH SICHERLICH NICHT“- genau das wäre meine Antwort darauf gewesen, wenn mich vor 3 Jahren jemand gefragt hätte ob ich mir vorstellen kann Hühner zu besitzen. 😀

Aber ich glaube die Landluft hier tut mir eindeutig nicht gut, vielleicht war mir auch einfach zu langweilig? Man weiß es nicht. Aber vor ein paar Monaten kam ich auf die Idee mir meinen eigenen Hühnerstall zu bauen. Ganz vielleicht waren auch die Nachbarn schuld die immer wieder frische Eier hatten und vielleicht auch, dass ich ganz oft backen wollte und keine Eier im Haus waren . 😉

Wie ihr vielleicht wisst, liebe ich Do- It- Yourself Projekte und hatte meine ganz eigene Idee eines Hühnerstalles schon im Kopf. Pinterest hat mir jedoch noch einige Ideen dazu geliefert.

Als meine Kindergarten Freundin davon Wind bekommen hat, war klar: Gebaut wird wenn sie da ist. Nur den Plan konnte ich mir vorher schon überlegen. Also plante, überlegte und zeichnete ich. Der Mann war übrigens so gar nicht happy über meine Pläne und es dauerte lang bis ich ihn endlich dazu überreden konnte. DSC_1693.JPG

 

Die Bedingung war jedoch: Ich muss mir das alles selbst zusammen bauen und er wird mir dabei nicht helfen. Nichts leichter als das ! Und ich glaube er hat nicht mit so viel Power gerechnet 😉

Angekommen in Frankreich , ging es auch gleich los mit dem Auseinanderlegen des Schrankes. Ja ihr habt richtig gelesen meine Idee war: Ein Hühnerstall in einem Schrank!

In unserer Garage türmen sich Schränke und Regale von Omas und Urtanten, es war also gar nicht schwer einen geeigneten Schrank zu finden.

schrank

Dieser fesche Schrank sollte es werden. Bei dieser Momentaufnahme mit Schwiegervaterspiegelbild, war uns noch nicht bewusst dass dieses Exemplar feinstest, überlackiertes und schon verbautes Schwedenholz ist.  #yayme

Wer Ikea kennt, weiß dass man es immer nur einmal aufbaut!

 

  1. Der Plan war erstellt und nun ging es ans werkeln: Alle Türen abnehmen, Gläser und Böden ausheben, Schrauben und alles was spitz ist herausholen.
  2. Einkaufen gehen! Mit Twingo und Freundin ging es in den nächsten Baumarkt um alle nötigen Dinge einzukaufen:

– Spanplatten, Dach, Säge, Außenfarbe, ein Plastikgefäß, Pinsel, Abklebeband, Abschleifpapier, Maschendrahtzaun, 11 x 2m Holzspieße, 35kg Sand, Türschaniere und eine Tackermaschine . ( im Endeffekt ist ein Hühnerstall von Amazon billiger, aber man ist danach nur halb so stolz 😉 )

und ja: Es hat ALLES in den Twingo gepasst, auch wenn wir danach mit halb offenem Kofferraum fahren mussten 😀

3. Dann ging es weiter mit werkeln: Ein Loch in die Wand schlagen um einen Durchgang zu gewähren. Die andere Wand komplett rausnehmen (und zack hatten wir ein Loch in der Rückwand :-/ , welches wir später mit Holzplatten von hinten und vorne wieder geschlossen haben).

Ganz vielleicht erkennt man hier schon wie es später aussehen soll. Links das Nest und Rechts  Futternapf, Schlafstange und Trinkbehälter.

4. Die Schlafstange mussten wir, wie die Holzbretter für das Loch zurecht sägen und dann war die Idee sie von außen anzunageln. Leider hatten wir immense Schwierigkeiten von hinten durch das Holz zu kommen. Das lag daran, dass der Vorbesitzer hinten schon eine neue Holzplatte zur Hälfte?!? drangenagelt hat. Wir vermuten es ist „STEINHOLZ“ 😀 , denn keiner von uns beiden hatte Erfolg einen Nagel durchzuhauen.

Deshalb haben wir uns eine Konstruktion mit selbstgebastelten Winkeln zusammen gebaut und tatsächlich: es sitzt!

5. Da jedoch vorne durch die fehlende Glastür ein zu großes Loch entstanden ist, mussten wir wieder eine Holzplatte (dick genug) dran nageln. Also Platte zurechtschneiden, einklemmen und dann vom Dach und vom Boden aus Nägel hineinjagen, damit es auch gut hält.

7. Diese Arbeit hat uns einen dreiviertel Tag gekostet und wir konnten endlich zum guten Teil übergehen: dem Anmalen 😀

Da es der letzte Tag von meiner Freundin in Frankreich war, wollten wir so viel wie möglich zusammen schaffen, also haben wir uns an das Außengehege gemacht.

hammer.png

6. Mit Spezialwerkzeug ( Haken eines Traktors) wurden tiefe Löcher in die Wiese geschlagen und dann mit einem großen Gummihammer die 2m Holzspieße in den Boden gehämmert. Gar nicht so leicht, aber mit Hilfe des Mannes (ja ihr lest richtig 😉 ) waren nach 2h alle 11 Spieße im Boden und wir ziemlich K.O

 

Für meine Freundin war das basteln zu Ende, aber für mich lag noch viel Arbeit davor.

7. Am nächsten Tag wurde mit Hilfe des Mannes ( er hatte Angst dass ich weiß Gott was anstelle mit der Tackermaschine) der Maschendraht an den Stall getackert ( ein Fenster muss sein für die Luftzirkulation)  und dann ringsum die Holzspieße. Dieser Tacker für 25 Euro war das Beste was ich hätte kaufen können, nach einer halben Stunde war der Zaun dran!

8. Eine Tür musste nun her, also habe ich mit allem was ich so in der Garage gefunden habe eine Tür zusammen gehämmert und mit Maschendraht betackert. Bin ganz schön stolz auf meine Konstruktion!!

Anschließend wurden die Schaniere an die Tür und Holzspieße genagelt und das Grundgerüst stand!

DSC_1941

9. Da der Zaun leider nicht hoch genug war, ich jedoch nicht noch mal 60 Euro ausgeben wollte, habe ich mir Draht gekauft und ihn 3 mal um das Gerüst gefädelt, hoffe mal es ist nun hoch genug.

10. Bei Pinterest habe ich gesehen wie man Sandbäder herstellen kann, also kurzer Hand den nächst besten Reifen genommen, den ich auf der Straße gefunden habe und mit Sand befüllt.DSC_2123

11. Leider steht mein  Hühnerstall zwar windgeschützt, aber leider nicht schattig, deshalb habe ich aus 2 Holzplatten noch einen Unterschlupf gebaut und angemalt.

12. Jetzt noch Stroh ins Nest legen, Streu im Schrank verteilen, Futternapf voll machen und aufhängen und die Hühner können kommen!

13. Wer hätte gedacht dass der letzte Schritt der schwierigste wird? Hühner im Sommer zu bekommen, ist gar nicht so leicht. Und im Endeffekt habe ich 2 Wochen lang gesucht und bin doch fündig geworden im Nachbardorf. Darf ich vorstellen:

Lorelai und Rory

2 „Grünleger“ Junghennen, die hoffentlich bald anfangen Eier zu legen! Und zwar diese hier:20170704_190753

 

P.s.: Um das ganze noch etwas zu verschönern (und auch um den Fuchs nachts nicht um uns zu haben) wurden noch 2 Solarlichterketten angebracht 😀 – ich wäre ja dafür bald mal ein Candle Light Dinner im Hühnerstall zu veranstalten 😉

DSC_2116DSC_1938DSC_2108

 

Ich bin ziemlich stolz auf meinen Hühnerstall , dessen Schönheit sich so schnell rumgesprochen hat, das Leute die ich nicht kenne vorbeikommen um ihn sich anzuschauen 😀 .

Und während ich mir das so anschaue, schwirrt mir schon ein neues DIY Projekt vor: eine Feuerstelle ❤

Over and Out,

 

eure Franzi 🙂

 

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4 Kommentare zu „DIY – Hühnerstall

  1. Tolles Projekt. Super Idee mit dem Schrank. Haben deine Hühner da drinnen genügend Platz? Ist das im Winter warm genug? Haben sie genug Licht? Musst die Türe immer selbst auf und zu machen?
    Ich bin auch am Grübeln ob so ein Hühnerstall Sinn macht, deine Idee ist echt super … daher die vielen Fragen. 🙂

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    1. Danke dir 😊 also platz haben sie genug und die Stange zb benutzen Sie kaum da sie lieber im Nest nachts schlafen! Die Tür muss ich auf und zu machen aber das ist kein Problem für mich Licht haben sie auch genug und sind tagsüber eh ständig draußen 😊, nur zu kalt ist es jetzt im Winter weshalb ich styroporplatten rund herum aussehen ankleben werde und das Gitter mit einer glasscheibe bestücken werde. Da ich nachts nicht schließe haben sie durch die offene Tür genug Luft 😊

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      1. Hast du Fotos, wie dein Hünerstall isoliert bzw. im Winter aussieht? Welche Abmaße hat dein Stall? Wie durchlüftest du im Winter? Wann öffnest und schließt du das Tor? Bleiben die Hühner bei Schlechtwetter im Kasten?
        Da haben sie aber nicht viel sich zu bewegen? oder machen Sie das eh nicht weil sie nur rumsitzen?
        Futter hast du draußen, auch im Winter? Überdacht?

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